10 Aspekte einer guten Prüfungsvorbereitung.

Prüfungsvorbereitung

Wer kennt nicht das flaue Gefühl in der Magengegend, wenn es auf eine Prüfung zugeht? Egal ob Schule oder Studium, der Führerschein oder auch viele berufliche Weiterbildungsveranstaltungen: Immer wieder landet man in einer Prüfungssituation. Heute möchte ich einen Blick auf die wesentlichen Punkte effektiven Lernens und einer guten Prüfungsvorbereitung werfen.

1. Planung
Erstellen Sie sich frühestmöglich einen ausgewogenen Lernredaktionsplan. Beginnen Sie mit den Themen, bei denen Sie Ihrer Einschätzung nach noch am meisten zu lernen haben. Ein Lerntagebuch bzw. ein visualisierter Zeitstrahl mit den bisher erarbeiteten Erkenntnissen motiviert und liefert Ihnen einen schnellen Überblick.

2. Lernpräferenzen beachten
Machen Sie sich Ihre bevorzugten Wahrnehmungskanäle bewusst und richten Sie Ihre Lernmethoden darauf aus. In den meisten Fällen ist die Kinesthätik einer der beiden ersten Wahrnehmungskanäle. Nur in wenigen Ausnahmen folgen der visuelle und auditive (bzw. umgekehrt) Wahrnehmungskanal in der eigenen Präferenz aufeinander. Wenigstens eine Lernmethode gemäß dem kinesthätischen Wahrnehmungskanal auszuprobieren, lohnt sich daher in den meisten Fällen.

3. Variable Lerntechniken
Testen Sie verschiedene Lerntechniken – passend zu Ihrer Lernpräferenz – und wählen Sie aus den für Sie erfolgreichsten zwei bis drei Techniken für Ihre Prüfungsvorbereitung aus. Variieren Sie im Einsatz der Techniken. Selbst wenn es sich um eine noch so aktive oder spielerische Technik handelt – Lernen soll Spaß machen und nichts ist eine größere Spaßbremse als Monotonie.

4. Regelmäßig pausieren
Wenn Ihnen sprichwörtlich „der Kopf raucht“, legen Sie eine kreative Pause ein und lassen das Erlernte „sacken“. Jetzt noch weiterzulernen wäre ebenso sinnlos, wie nach dem achten Teller noch einmal zum Buffet zu gehen, um vom leckeren Nachtisch zu holen – es schmeckt nicht mehr so gut und kommt Ihnen aus den Ohren raus…

5. Schlafen
Regelmäßige Schlafrhythmen unterstützen den Lernprozess. Dabei geht es nicht nur um die Einhaltung (in etwa) einheitlicher Zeiten, sondern auch um die Dauer des Schlafs. Rund um 8 Stunden entsprechen einer erholsamen Schlafdauer. Ein Nickerchen oder „Powernap“ zwischendurch kann außerdem hilfreich sein, allerdings nur, wenn sie nicht zu den Menschen gehören, die große Schwierigkeiten haben, nach einem kurzen Nickerchen wieder die normale Leistungsfähigkeit zu erreichen.

6. Ausreichend Trinken
Achten Sie darauf ausreichend hydriert zu sein – der Richtwert für einen Erwachsenen liegt bei mindestens 1,5 Litern Flüssigkeit am Tag. In einer intensiven Lernphase empfehle ich eher 2,5 bis 3 Liter. Achtung: Getränke wie z. B. Kaffee haben einen harntreibenden Effekt…

7. Energieaufbauend ernähren
Ungesättigte Fettsäuren in Nahrungsmittel verlangsamen die Zufuhr von starken Energielieferanten wie Kohlenhydraten und pflanzlichen Eiweißen. Dadurch wird eine kontinuierliche Energiezufuhr gewährleistet und erhöht die Lern- und Leistungsfähigkeit. Die Top drei: Nüsse (besonders Walnüsse), pflanzliche Öle wie Olivenöl und Kokosöl, Avocados.

8. Turnusmäßig wiederholen
Die Wiederholung des Lernstoffs festigt ihn im Langzeitgedächtnis. Beginnen Sie gerade bei neuen Lerninhalten jeweils mit einer Wiederholung zu jedem Thema. Ich empfehle hier einen Abstand von ca. einem  Tag – sprich, wiederholen Sie den Stoff vom Vortag kurz, bevor Sie sich an ein neues Thema setzen. Bleiben Sie in diesem Rhythmus und wiederholen Sie die Themen solange, bis Sie diese sicher im Gedächtnis abgelegt haben. Dann legen Sie diese Themen in der Wiederholung bis zum Ende der Lerneinheit zur Seite. Ganz zum Schluss beenden Sie Ihre Lerneinheit mit einer vollständigen Wiederholung aller Inhalte. So gewährleisten Sie deinen en nachhaltigen Lerngewinn. Wichtig: variieren Sie die Wiederholungsübungen, denn auch die dürfen und sollen Spaß machen. Monotonie ist der Erzfeind des Lernenden.

9. Prüfungsvorbereitung fokussiert
Lernen Sie mit Fokus auf das wirklich Wichtige. Richten Sie Ihre Lernenergie auschließlich auf die erforderlichen Lerninhalte – keine Sorge, es gibt immer etwas zu lernen, niemand nimmt Ihnen etwas weg, wenn sie momentan irrelevantes außen vor lassen. Es gilt: So viel wie nötig und so wenig wie möglich. Kleine Häppchen sind leichter zu verspeisen und besser zu verdauen.

10. Vorbereitung am Tag der Prüfung
Machen Sie sich für den Tag X frühzeitig eine Checkliste mit all den Utensilien, die Sie zur Prüfung benötigen. Diese Liste vor der Prüfung abzuhaken trägt deutlich mehr zur Entspannung bei, als unzählige geistige Wiederholungen der Frage „hab ich auch alles?“. Keine Sorge, Zeit für Lampenfieber und Aufregung bleibt Ihnen in aller Regel genug ;0)

Vielleicht helfen Ihnen diese Tipps bei Ihrer nächsten Prüfungsvorbereitung. Wie immer freuen wir uns auf Ihr Feedback!

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